Die Berufsverbände der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte haben für Mittwoch, den 10. Juni 2026, eine Protestaktion angekündigt. Hamburger Praxen sollen von 8 bis 10 Uhr ihre Sprechstunden aussetzen und vor ihren Praxen sichtbar Stellung beziehen, um ein Zeichen gegen die aktuelle Gesundheitspolitik zu setzen und hierzu mit den Patient:innen ins Gespräch zu kommen.

Anlass ist das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG), das weitere erhebliche Honorareinbußen – etwa durch die Streichung der TSVG-Regelungen und die Deckelung extrabudgetärer Leistungen – zur Folge hätte. Bereits heute erhalten Hamburger Praxen für die Versorgung ihrer Patient:innen nur teilweise eine Vergütung. Das geplante Gesetz würde diese Situation weiter dramatisch verschärfen. Mögliche Folgen wären längere Wartezeiten, weniger Termine, Aufnahmestopps und die Entlassung von Praxispersonal.

Der Zeitpunkt der Aktion ist von den Berufsverbänden bewusst gewählt: Sie findet zwei Tage vor der ersten Lesung des GKV-BStabG im Bundestag sowie zeitgleich mit der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover statt.

 

Protest gegen Sparpolitik der Bundesregierung: Berufsverbände rufen zu Praxisschließungen am 10. Juni 2026 auf

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